TTG Kirtorf / Ermenrod, Gründung und Werdegang

Logo_TTG_kleinDie neue Einteilung der Sportbezirke im Jahr 1997 durch den HTTV brachte für die Vereine der Vogelsbergregion eine Reihe sportlicher und organisatorischer Probleme. Die Vorstände der beiden TT-Abteilungen von Kirtorf und Ermenrod befüchteten u.a. eine weitere Abwanderung von talentierten Nachwuchsspielern. Da sowohl Kirtorf als als auch Ermenrod gute Arbeit im Nachwuchsbereich nachweisen konnten entschieden sich die Verantwortlichen beider Vereine künftig zusammenzuarbeiten.

Im Sommer 1998 gründete sich der neue Verein TTG Kirtorf-Ermenrod mit dem Ziel, spielstarke Mannschaften in höheren Klassen zu etablieren und den entsprechenden Unterbau zu schaffen. Einerseits ist dies nur möglich durch eine qualifizierte Jugendarbeit, andererseits haben talentierte und leistungsbereite Jugendliche die Möglichkeit, zukünftig in unserer Region höherklassig zu spielen. Zahlreiche Erfolge, besonders im Schüler- Jugendbereich zeigen, daß die TTG auf dem richtigen Weg ist.

Zukünftig wird man versuchen, den eingeschlagenen und erfolgreichen Weg fortzusetzen und vor allem Finanzierungsmöglichkeiten zu finden, mit denen die Bewältigung vorstehender Ziele erst möglich ist.

In der Ausrichtung von Turnieren sieht der Vorstand eine wichtige Maßnahme, den notwendigen finanziellen Rahmen, zumindest kurzfristig, zu schaffen.

TSG Kirtorf

kirtorf,tsgIn den Jahren 1962-64 gab es in Kirtorf einige Jugendliche bzw. junge Männer, die am Tischtennis-Sport Interesse zeigten und dieses Hobby auch im Saal Rich. Karn (heute Gasthaus Wengert – („Zum Gleenbach“) ausübten. Schließlich wurde die Zahl der Interessenten größer und die Frage stand im Raum diesen Sport in Kirtorf vielleicht doch auch „richtig“ auszuüben, d.h. am Spielbetrieb teilzunehmen. Zu dieser Zeit bestand bereits der Verein „Turn- und Sportgemeinschaft Kirtof“, wo damals nur Fußball gespielt wurde. Auf Antrag wurde bei der JHV in 1964 eine TT-Abteilung dem Verein angegliedert.

Schon ab dem Jahre 1965/66 nahmen 2 Teams am inoffiziellen Spielbetrieb teil (zunächst ohne Pässe), und zwar in folgender Besetzung:

TSG 1: Friedbert Friedrich / Erhard Stradal / Helmut Strempel / Hans-Peter Wallenstein

TSG 2: Heinz Orth / Albin Orschler / Walter Kochlöffl / Helmut Gläser

Ersatz: Norbert Koell und Dietmar Schindler

Die erforderlichen Pässe wurden 1966 beantragt und die beiden Mannschaffetn starteten schon mit kleinen Veränderungen in die neue Saison:

TSG 1: H-P Wallenstein / N. Korell / H. Gläser / H. Strempel

TSG 2: Burkh. Kasper / H. Orth / A. Orschler / D. Schindler

Erster Vereinsmeister in 1967 wurde H.P. Wallenstein, der seinen Titel im Jahr 1968 auch erfolgreich verteidigen konnte.

Die TT-Abteilung hatte damals schon einen guten Zuspruch; bald schon konnten erfreulicherweise Jugend- bzw. Mädchen-Mannschaften gemeldet werden. Bis Mitte der 80-er Jahre gab es unterschiedliche Spiellokale mit nicht gerade guten Spielbedingungen (alte bzw. neue Schule / Saal Göllner in Arnshain / Sport und Kulturhalle in Ruhlkirchen / im Betriebsgebäude der Fa. Bücking – heute Fa. Kleintges).

Seit 1986 steht nun die Gleentalhalle zur Verfügung und damit haben die heimischen Sportler ideale Trainingsbedingungen. Auch die Gastmannschaften loben das tolle Spiellokal. Unzählige Einzel- bzw. Mannschaftstitel konnten in den verschiedenen Spielklassen auf Kreis- oder Bezirksebene, bzw. Ranglisten erspielt werden. Natürlich konnte die TSG Kirtorf mit diesem Spiellokal nun endlich auch als Ausrichter von Veranstaltungen auftreten und zur Zufriedenheit abwickeln. Sehr wichtig war in dieser Zeit, daß immer wieder Männer zur Verfügung standen, die neben ihrem Einsatz als „Aktiver“ natürlich als Abteilungsleiter und Jugendleiter enormen Zeitaufwand investierten, damit diese Abteilung mit dem faszinierenden Sport weiter wachsen konnte.

Stellvertretend sollen an dieser Stelle doch einige Namen genannt werden, und zwar: Heinz Orth / Gerwich Stanzel / Lothar Korrell / Dieter Schmidt und seit 86 Steffen Schindler. Für Einsatz in der Nachwuchsarbeit nennen wir Dietmar Schindler / Klaus Gläser / Peter Wallenstein und Dirk Selzer.

Von 1995-97 war Rolf Gebhardt als Trainer hier bei der TSG im Einsatz; seit 1998 nun steht Sven Schweiwein an dieser Stelle und hat mit Unterstützung von Henning Otto und Stefan Zulauf im Nachwuchsbereich enorme Leistungsverbesserungen erzielen können. Kerstin und Daniel Wolf, sowie Benni Förster und Michael Schindler haben auch auf Vereinsebene schon auf sich aufmerksam machen können.

Unser 1. Herrenteam mit dem Trainer an Nr. 1 konnte in der Saison 1999/2000 in der Beziksoberliga Meister werden und schaffte den Aufstie in die Verbandsliga.

War im Jahre 1990 ein erster Höhepunkt der Vereinsgeschichte mit insgesamt 9 Mannschaften, die an den Punktspielen teilnahmen, so hat sich dies, auch nach der Neugründung des Vereins „TTG Kirtorf/Ermenrod“ in 1998 nochmal steigern lassen. Im Jahr 2000 konnten 13(!) Mannschaften zum Spielbetreib gemeldet werden.

SC 66 Ermenrod

Logo_SC-66Der Sportclub Ermenrod wurde im Jahre 1966 gegründet. Er war von Anfang an als reiner Tischtennisverein angelegt und hat diese Sportart bis ins Jahr 1998 betrieben. Der Sportclub verfügt über rund 100 Mitglieder. An sportlichen Erfolgen in der Vergangenheit ist vor allem der Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksklasse im Jahre 1981 zu erwähnen. Ferner der Aufstieg der 1. Herrenmannschafte in die Beziksliga 1992.

Auch im Damenbereich kann der SC Ermenrod auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits seit dem Jahr 1973, in welchem erstmals eine Mädchenmannschaft gemeldet wurde, nehmen die weiblichen Mitgleider des Vereins am Spielbetrieb teil.

Im Zuge der Aktivierung der Nachwuchsarbeit 1984 wurde eine vorbildliche Jugendarbeit aufgebaut, deren Erfolge bis 1998 zahlreich waren.

Herrausragender Akteur des SC Ermenrod war Ende der 80er Jahre Carsten Zulauf. Er spielt heute bei Stadtallendorf in der Regionalliga.

Nachdem im Jahre 1996 die Gebietsreform im Tischtennissport durchgeführt wurde, mußte der Sportclub Ermenrod vom Bezirk Fulda in den Bezirk Mitte wechseln. Das hatte zur Folge, daß nunmehr die sportlichen Kontrahenten aus dem Giessener Raum kamen und damit die Spielstärke in den einzelnen Klassen zunahm. Die Folge davon war, daß die Vogelsberger Vereine Probleme bekamen ihre Spielklassen zu halten, auch der SC Ermenrod lief mit seiner 1. Herrenmannschaft Gefahr aus der Bezirksliga abzusteigen. Nachdem man in der Punktrunde 96/97 den Abstieg mit viel Glück vermeiden konnte, wurden Überlegungen angestellt, die heimische Position im Tischtennis zu stärken. Dies konnte nur geschehen durch Zusammenführung mit einem anderen, auf Bezirksebene tätigen Verein.

Hierzu bot sich die Zusammenarbeit mit der TSG Kirtorf an, da hier ebenfalls das Hauptaugenmerk auf der Jugendarbeit lag. Aus diesem Grunde wurden im Frühsommer des Jahres 1997 erste Gespräche zwischen den Vereinsvertretern geführt, die im Jahr 1998 zur Gründung der TTG Kirtorf/Ermenrod führten.