Um 22:55 Uhr stand es fest: die TTG geht in die Relegation und Weiterode steigt ab. 50 Zuschauer sahen in Kirtorf einen fast vierstündigen Abstiegskrimi, der mit viel Emotion und Kampfgeist von beiden Seiten geführt wurde.

Nach den Doppeln ging die TTG mit 2:1 wie erhofft in Führung. Marsalek/Vlcek setzten sich mit 3:0 gegen Zobel/Sening durch, genauso wie Hansmann/Issing gegen Biedebach/Wetterau. Mit dem gleichen Ergebnis verloren Zulauf/Gläser ihr Spiel gegen Oeste/Caselitz. Der beste Spieler der Hessenliga Vladi Marsalek erhöhte jetzt auf 3:1 mit seinem hart umkämpften Fünf-Satz-Sieg gegen Marco Zobel.

Jirka Vlcek konnte den Hinrundensieg gegen Mario Oeste nicht wiederholen, er verlor mit 1:3 Sätzen. Im mittleren Paarkreuz gab es ebenfalls eine Punkteteilung. Christian Hansmann gewann wie erhofft gegen Andreas Sening. Christian Issing spielte stark gegen den ehemaligen Bundesligaprofi Thomas Caselitz,  musste aber dessen Überlegnheit im fünften Satz anerkennen. Im hinteren Paarkreuz hatte jetzt Klaus Gläser gegen den Abwehrspieler Bernhard Wetterau keine Siegmöglichkeit und verlor mit 0:3 Sätzen. Daniel Wolf gegen Michael Biedebach hieß die letzte Begegnung des ersten Durchgangs, bei der Wolf irgendwie dran war, aber doch mit 1:3 Sätzen verlor und es 4:5 aus Sicht der TTG stand.

Im absoluten Spitzenspiel des Tages zeigte Vladi Marsalek was alles in ihm steckt und revanchierte sich mit 11:5, 13:11 u. 11:7 gegen Mario Oeste für die Vorrundenniederlage. Jirka Vlcek wollte dem jetzt nicht nachstehen und bezwang vor den Augen seines mitgereisten Vaters Marco Zobel mit 11:7, 11:9, 10:12, 7:11 u. 11:9 und holte damit die Führung für die TTG zum 6:5. Christian Hansmann mit seinem großen Kämpferherz schmiss gegen Thomas Caselitz alles  in die Waagschale, musste sich jedoch mit 11:9, 5:11, 7:11 u. 9:11 geschlagen geben. Christian Issing brachte die TTG mit seinem knappen Drei-Satz-Sieg gegen Andreas Sening mit 7:6 in Führung . Es ging jetzt in die entscheidende Phase des Spiels. Klaus Gläser gegen Michael Biedebach und Daniel Wolf gegen Bernhard Wetterau hiesen die abschließenden Einzelbegegnungen und die hatten es beide in Sich. Nichts für schwache Nerven, Gläser verlor denkbar knapp mit 8:11, 11:4, 11:9, 9:11 u. 10:12. Daniel Wolf kämpfte sich ebenfalls in den fünften Satz und musste sich hier wie schon Gläser mit 7:11 geschlagen geben, sodass die TTG vor dem entscheidenden Abschlussdoppel mit 7:8 im Rückstand lag. Spannender konnte die Konstellation nicht sein, den wer dieses Spiel verlieren sollte war abgestiegen, es hies also „Tod oder Gladiolen“.

Vladi Marsalek/JirkaVlcek mussten gegen eines der stärksten Doppel der Liga Caselitz/Oeste (10:1 Siege) an den Tisch. Die beiden ließen jetzt nichts mehr anbrennen und zeigten Tischtennis vom Feinsten zur Freude der Zuschauer und fegten das Weiteröder Paradedoppel mit 11:8, 11:6 und 15:13 zum viel umjubelten 8:8 Endstand vom Tisch, bei 33:29 Sätzen.

Fazit vom 1. Vorsitzenden Steffen Schindler: „Wir haben noch nichts damit gewonnen, sind aber zuversichtlich für die anstehenden Relegationsspiele am 30.04.2011 in Flieden, denn bis dahin dürfte sich das Lazarett der TTG gelichtet haben und dann entscheiden die stärkeren Nervenkostüme gegen Steinheim und Leimsfeld.“

Gez. Steffen Schindler (Schi)

von links nach rechts: Steffen Schindler (1.Vorsitzender), Jirka Vlcek u. Bürgermeister Ulrich Künz nach Spielende bei der Verabschiedung. Selbstverständlich steht Jirka der TTG noch bei den Relegationsspielen zur Verfügung.